Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für die Nutzung des Portals LeasingHunter (leasinghunter.de)
Stand: 2026-08-07
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung des Online-Portals LeasingHunter (erreichbar unter leasinghunter.de, nachfolgend „Portal") sowie über die darüber angebotenen entgeltlichen Leistungen, die zwischen der
InvenTech Digital UG (haftungsbeschränkt)
Adlerstraße 42, 40211 Düsseldorf, Deutschland
vertreten durch den Geschäftsführer Robert Zantow
Registergericht: Amtsgericht Düsseldorf, HRB 104591
USt-IdNr.: DE368703753
E-Mail: info@inventech.digital
(nachfolgend „Anbieter" oder „wir") und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Kunde") geschlossen werden.
(2) Kunde kann sowohl ein Verbraucher (§ 13 BGB) als auch ein Unternehmer (§ 14 BGB) sein. Soweit einzelne Regelungen nur für eine dieser Gruppen gelten, ist dies ausdrücklich kenntlich gemacht.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Leistungsgegenstand — was LeasingHunter ist und was nicht
(1) LeasingHunter ist ein Vergleichs- und Anfrageportal für Neuwagen-Leasing. Der Anbieter erbringt eine eigenständige Dienstleistung, die im Wesentlichen umfasst: die anonymisierte Übermittlung einer Leasing-Anfrage des Kunden an von uns ausgewählte Autohändler, die Entgegennahme und technische sowie inhaltliche Aufbereitung der eingehenden Händlerangebote, deren strukturierte Darstellung und Vergleichbarmachung im Portal sowie die Abwicklung der Kommunikation zwischen Kunde und Händlern über eine anfragebezogene, anonymisierte E-Mail-Adresse.
(2) Der Anbieter ist nicht Vermittler, Vertreter oder Erfüllungsgehilfe der Händler und nicht Partei eines etwaigen Leasingvertrags. Ein Leasingvertrag kommt ausschließlich unmittelbar zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Händler bzw. der jeweiligen Leasinggesellschaft zustande. Der Anbieter erbringt keine Finanzdienstleistungen, keine Leasing- oder Kreditvermittlung im aufsichtsrechtlichen Sinne und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.
(3) Die vom Anbieter geschuldete Leistung ist die Einholung und Aufbereitung von Angeboten in der vertraglich bestimmten Anzahl (§ 3), nicht ein bestimmter Inhalt, eine bestimmte Konditionsgüte oder der Abschluss eines Leasingvertrags.
(4) Auswahl der Händler: Die Auswahl der kontaktierten Händler erfolgt durch den Anbieter nach eigenem Ermessen auf Grundlage der Angaben des Kunden (insbesondere Fahrzeug, Region, Anfragetyp) sowie interner Qualitäts- und Verfügbarkeitskriterien. Der Kunde hat keinen Anspruch darauf, dass bestimmte Händler kontaktiert oder bestimmte Händler von der Kontaktierung ausgenommen werden. Ebenso besteht kein Anspruch auf Bekanntgabe der Auswahlkriterien.
(5) Nachrichtenpostfach; kein Vertragsschluss über das Portal. Über das Nachrichtenpostfach des Portals übermittelte Erklärungen des Kunden stellen keine rechtsverbindliche Annahme eines Händlerangebots dar, sondern dienen ausschließlich der Anbahnung. Der Leasingvertrag kommt ausschließlich unmittelbar zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Händler bzw. der jeweiligen Leasinggesellschaft außerhalb des Portals zustande und bedarf regelmäßig der Schriftform sowie einer Bonitätsprüfung. Der Anbieter wird weder als Vertreter noch als Bote oder Erklärungsempfänger des Kunden tätig.
§ 3 Die entgeltlichen Leistungen im Einzelnen
(1) Anfragepakete (Erstauftrag). Der Kunde kann zwischen verschiedenen Anfragepaketen wählen, die sich in der Anzahl der zugesagten Angebote und im Preis unterscheiden. Die jeweils verfügbaren Pakete, deren Leistungsumfang, die zugesagte Angebotszahl und die Preise ergeben sich aus der Darstellung im Bestellprozess zum Zeitpunkt der Bestellung. Der Anbieter kontaktiert zur Erfüllung Händler in mehreren aufeinanderfolgenden Kontaktierungsrunden („Wellen"), bis die zugesagte Angebotszahl erreicht ist oder die Anfrage gemäß § 10 abgeschlossen wird.
(2) Begriff des Angebots. Als „Angebot" im Sinne dieser AGB und der zugesagten Angebotszahl gilt jede von einem kontaktierten Händler auf die Anfrage des Kunden übermittelte Leasingofferte für das angefragte Fahrzeug bzw. die angefragte Konfiguration, unabhängig davon, ob die darin enthaltenen Konditionen (z. B. Rate, Laufzeit, Lieferzeit, Ausstattungsdetails) den Vorstellungen oder Wunschparametern des Kunden entsprechen. Reine Rückfragen, Absagen, Eingangsbestätigungen oder automatische Antworten gelten nicht als Angebot.
(3) Erweiterungs-Welle (Zusatzleistung). Der Kunde kann nach Maßgabe der Verfügbarkeit im Portal eine kostenpflichtige Erweiterungs-Welle hinzubuchen. Gegenstand dieser Leistung ist ausschließlich die Kontaktierung einer im Bestellprozess ausgewiesenen Anzahl zusätzlicher Händler, auf Wunsch unter anonymisierter Mitteilung des bis dahin besten Angebots als Referenz. Eine bestimmte Anzahl daraus resultierender Angebote wird nicht zugesagt; die Geld-zurück-Garantie nach § 6 findet auf die Erweiterungs-Welle keine Anwendung.
(4) Freischaltung zusätzlicher Angebote (Zusatzleistung). Gehen im Rahmen einer Anfrage mehr Angebote ein, als im gebuchten Paket enthalten sind, werden die überzähligen Angebote zunächst verdeckt dargestellt. Der Kunde kann diese gegen das im Portal ausgewiesene Entgelt freischalten; die Freischaltung umfasst stets sämtliche zum Zeitpunkt der Freischaltung verdeckten Angebote der betreffenden Anfrage. Gegenstand der Leistung ist ausschließlich die Sichtbarmachung dieser bereits vorliegenden Angebote. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass freigeschaltete Angebote günstiger, besser oder für den Kunden vorteilhafter sind als die bereits sichtbaren Angebote.
(5) Angebote, die der Kunde außerhalb des regulären Anfrageprozesses selbst beibringt und im Portal erfasst bzw. erfassen lässt („manuelle Angebote"), sind kein Bestandteil der zugesagten Angebotszahl und der Garantie nach § 6.
§ 4 Vertragsschluss, Nutzerkonto
(1) Die Darstellung der Leistungen im Portal stellt kein bindendes Angebot des Anbieters dar. Durch Anklicken der zahlungspflichtigen Bestellschaltfläche am Ende des Bestellprozesses gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Vertrags über die ausgewählte Leistung ab. Der Vertrag kommt mit der Zahlungsbestätigung bzw. der Auftragsbestätigung des Anbieters zustande.
(2) Für die Nutzung des Portals ist ein Nutzerkonto erforderlich. Der Kunde ist verpflichtet, bei Registrierung und Bestellung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und seine Zugangsdaten vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
(3) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert. Die für die Bestellung maßgeblichen Angaben (Leistung, Preis, erteilte Zustimmungen) werden dem Kunden mit der Auftragsbestätigung zur Verfügung gestellt und sind im Nutzerkonto einsehbar.
§ 5 Preise, Umsatzsteuer, Zahlung
(1) Alle im Portal angegebenen Preise sind Endpreise in Euro und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer von derzeit 19 %. Gegenüber Unternehmern werden die Preise zusätzlich mit gesondertem Ausweis von Netto-Betrag und Umsatzsteuer dargestellt.
(2) Die Vergütung ist mit Vertragsschluss sofort und im Voraus fällig. Die Leistungserbringung (insbesondere der Versand der Händleranfragen) beginnt erst nach Zahlungseingang. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe; es gelten ergänzend dessen Nutzungsbedingungen für den Zahlungsvorgang.
(3) Der Kunde erhält für jede Zahlung eine Rechnung, die ihm elektronisch bereitgestellt wird (per E-Mail und im Nutzerkonto abrufbar).
(4) Rabattcodes. Vom Anbieter ausgegebene Rabattcodes sind nur innerhalb ihres jeweiligen Gültigkeitszeitraums, gegebenenfalls beschränkt auf bestimmte Fahrzeugmarken oder Leistungsarten, und nur bis zur Erschöpfung der festgelegten Einlösungszahl einlösbar. Je Bestellung kann nur ein Rabattcode eingelöst werden. Eine nachträgliche Anrechnung auf eine bereits abgeschlossene Bestellung ist ausgeschlossen. Rabattcodes sind nicht übertragbar, nicht mit anderen Rabattaktionen kombinierbar und werden nicht in bar ausgezahlt. Bei missbräuchlicher Verwendung, insbesondere bei mehrfacher Einlösung über verschiedene Nutzerkonten, ist der Anbieter berechtigt, den Code zu deaktivieren und die betroffene Bestellung nicht auszuführen oder rückabzuwickeln.
§ 6 Geld-zurück-Garantie (Abrechnung nach tatsächlich erreichter Angebotszahl)
(1) Anwendungsbereich. Die Geld-zurück-Garantie gilt ausschließlich für Anfragepakete, bei denen sie im Bestellprozess ausdrücklich ausgewiesen ist. Sie gilt nicht für das kleinste angebotene Anfragepaket, nicht für die Erweiterungs-Welle (§ 3 Abs. 3), nicht für die Freischaltung zusätzlicher Angebote (§ 3 Abs. 4) und nicht für manuelle Angebote (§ 3 Abs. 5).
(2) Mechanik. Wird bis zum Abschluss der Anfrage (§ 10) die im gebuchten Paket zugesagte Angebotszahl nicht erreicht, wird die Vergütung nachträglich auf das Paket herabgestuft, dessen zugesagte Angebotszahl mit der tatsächlich erreichten Angebotszahl erfüllt worden wäre. Der Kunde schuldet dann nur den Preis dieses Pakets; der Differenzbetrag zum gezahlten Paketpreis wird erstattet.
(3) Mindestabrechnung. Die Herabstufung erfolgt höchstens bis zum kleinsten angebotenen Anfragepaket. Wird auch dessen Angebotszahl nicht erreicht, verbleibt es bei der Abrechnung des kleinsten Pakets; ein darüber hinausgehender Erstattungsanspruch besteht nicht. Die Erbringung der Anfrage-, Kontaktierungs- und Aufbereitungsleistung ist mit diesem Betrag abgegolten.
(4) Berücksichtigung von Rabattcodes. Wurde bei der Bestellung ein Rabattcode eingelöst, bezieht sich der Erstattungsanspruch ausschließlich auf den vom Kunden tatsächlich gezahlten Betrag. Der Erstattungsbetrag ergibt sich aus dem tatsächlich gezahlten Betrag abzüglich des ungerabatteten Preises desjenigen Anfragepakets, das nach Absatz 2 oder Absatz 3 maßgeblich ist. Der Rabatt wird damit vorrangig auf den verbleibenden, tatsächlich erbrachten Leistungsanteil angerechnet und nicht anteilig auf den Erstattungsbetrag umgelegt. Beispiel: Gebuchtes Paket zum Preis von 40 €, eingelöster Rabatt 10 €, gezahlt 30 €. Erfolgt nach Absatz 2 eine Herabstufung auf ein Paket zum Preis von 20 €, beträgt die Erstattung 10 € (30 € minus 20 €). Ergibt sich nach dieser Berechnung kein positiver Betrag, besteht kein Erstattungsanspruch; eine Nachzahlungspflicht des Kunden entsteht in keinem Fall.
(5) Stichtag und Abwicklung. Maßgeblich für die Feststellung der erreichten Angebotszahl ist der Abschluss der Anfrage nach § 10, spätestens der Ablauf von 14 Tagen nach Leistungsbeginn. Ein sich danach ergebender Erstattungsbetrag wird ohne gesonderten Antrag des Kunden auf dem ursprünglichen Zahlungsweg erstattet, in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach dem Stichtag. Die Fälligkeit der ursprünglichen Vergütung (§ 5 Abs. 2) bleibt hiervon unberührt; die Garantie wirkt ausschließlich als nachgelagerter Erstattungsanspruch.
(6) Keine Zufriedenheitsgarantie. Die Garantie knüpft ausschließlich an die Anzahl eingegangener Angebote im Sinne des § 3 Abs. 2 an. Sie begründet keinen Anspruch auf Erstattung wegen des Inhalts, der Konditionen oder der subjektiven Eignung der eingegangenen Angebote.
(7) Angebote, die nach dem Stichtag eingehen, bleiben für die Garantie unberücksichtigt, werden dem Kunden aber gleichwohl bereitgestellt.
§ 7 Widerrufsrecht; vorzeitiger Leistungsbeginn
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Es gelten die Angaben in der Widerrufsbelehrung, die Bestandteil des Bestellprozesses ist.
(2) Der Kunde wird im Bestellprozess darauf hingewiesen, dass die Leistungserbringung unmittelbar nach Zahlungseingang beginnt. Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und bestätigt er seine Kenntnis davon, dass sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter erlischt (§ 356 Abs. 4 BGB) bzw. bei digitalen Inhalten mit Beginn der Ausführung erlischt (§ 356 Abs. 5 BGB), erlischt das Widerrufsrecht entsprechend. Bei einem wirksamen Widerruf vor vollständiger Erfüllung schuldet der Verbraucher Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung.
§ 8 Rolle der Händler; Abgrenzung; KI-gestützte Aufbereitung
(1) Die im Portal dargestellten Angebote sind Erzeugnisse der jeweiligen Händler. Für deren Inhalt, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität, Verbindlichkeit und Einhaltung ist ausschließlich der jeweilige Händler verantwortlich. Der Anbieter macht sich die Angebote nicht zu eigen und übernimmt hierfür keine Gewähr.
(2) Insbesondere übernimmt der Anbieter keine Gewähr dafür, dass ein Händler ein übermitteltes Angebot aufrechterhält, ein Fahrzeug tatsächlich oder zu den angegebenen Konditionen liefert, angegebene Lieferzeiten einhält oder einen Leasingvertrag abschließt. Ansprüche im Zusammenhang mit dem Inhalt oder der Durchführung eines Angebots oder Leasingvertrags sind gegenüber dem jeweiligen Händler bzw. der Leasinggesellschaft geltend zu machen.
(3) KI-gestützte Aufbereitung. Der Anbieter setzt zur Auswertung eingehender Angebote und Nachrichten sowie zur Erstellung von Zusammenfassungen, Vergleichswerten, Bewertungen und Antwortvorschlägen automatisierte, KI-gestützte Verfahren ein. Diese Aufbereitungen sind unverbindliche Unterstützungsleistungen; sie können Fehler enthalten und ersetzen nicht die eigene Prüfung durch den Kunden. Maßgeblich ist stets das Originalangebot des Händlers (insbesondere das übermittelte Angebotsdokument). Der Kunde ist gehalten, entscheidungsrelevante Angaben vor Vertragsschluss mit einem Händler anhand des Originals bzw. direkt beim Händler zu verifizieren.
(4) Vom Portal erzeugte Antwortvorschläge werden erst durch die Freigabe des Kunden versendet; der Kunde ist für den Inhalt der von ihm versendeten Nachrichten verantwortlich.
(5) Befristete Konditionen. Konditionen, Rabatte, Aktionen und deren Befristungen werden ausschließlich von den jeweiligen Händlern festgelegt. Der Anbieter hat auf deren Inhalt, Gültigkeitsdauer und Fortbestand keinen Einfluss. Zeitlich befristete Händlerkonditionen können jederzeit und ohne Vorankündigung entfallen. Der Kunde ist bei fristgebundenen Angeboten selbst dafür verantwortlich, sich rechtzeitig gegenüber dem Händler zu erklären und sich zu vergewissern, dass seine Erklärung den Händler erreicht hat; im Zweifel hat er den vom Händler mitgeteilten unmittelbaren Kontaktweg zu nutzen.
§ 9 Pflichten des Kunden; Anonymisierung
(1) Der Kunde stellt sicher, dass seine Anfrage ernsthaft ist und die gemachten Angaben (insbesondere zu Fahrzeug, Konfiguration, Anfragetyp privat/gewerblich) zutreffend sind. Anfragen zu rein spekulativen Zwecken, zur Ausforschung von Händlern oder zu Wettbewerbszwecken sind unzulässig.
(2) Die Kommunikation mit den kontaktierten Händlern erfolgt über die vom Portal bereitgestellte anonymisierte Anfrage-Adresse. Dem Kunden steht es frei, seine Identität gegenüber einem Händler eigenverantwortlich offenzulegen (etwa zum Vertragsabschluss); eine missbräuchliche Nutzung der über das Portal erlangten Händlerkontakte zur Umgehung des Portals während einer laufenden Anfrage ist unzulässig.
(3) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen diese AGB kann der Anbieter das Nutzerkonto nach vorheriger Ankündigung sperren; gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
§ 10 Ablauf und Abschluss der Anfrage
(1) Nach Leistungsbeginn kontaktiert der Anbieter Händler in mehreren Wellen. Die Anfrage ist abgeschlossen, sobald die zugesagte Angebotszahl erreicht ist, sämtliche vorgesehenen Wellen durchlaufen sind, spätestens jedoch 14 Tage nach Leistungsbeginn (Stichtag im Sinne des § 6 Abs. 5).
(2) Nach Abschluss der Anfrage eingehende Angebote und Nachrichten werden dem Kunden weiterhin bereitgestellt; ein Anspruch auf weitere Kontaktierungsrunden besteht nach Abschluss nicht. Zusatzleistungen (§ 3 Abs. 3 und 4) bleiben nach Maßgabe ihrer Verfügbarkeit buchbar.
(3) Der Anbieter ist um eine hohe Verfügbarkeit des Portals bemüht, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit und keine Verfügbarkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wartungsarbeiten, technische Störungen sowie Ausfälle bei eingesetzten Drittdienstleistern (insbesondere E-Mail-, Hosting- und KI-Dienstleistern) können die Nutzbarkeit vorübergehend einschränken. Der Anbieter schuldet ferner weder die Übermittlung von Nachrichten über das Postfach zu einem bestimmten Zeitpunkt noch deren Zugang beim Händler.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes und im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht — d. h. einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schäden, die auf Inhalten, Konditionen oder der Nichterfüllung von Händlerangeboten beruhen (§ 8), sowie für Nachteile aus der eigenverantwortlichen Verwendung der KI-gestützten Aufbereitungen ohne Prüfung des Originalangebots (§ 8 Abs. 3).
(4) Vorbehaltlich Absatz 1 haftet der Anbieter nicht für Nachteile, die dem Kunden daraus entstehen, dass ein Händlerangebot, ein Rabatt oder eine befristete Aktion aufgrund einer vorübergehenden Nichterreichbarkeit des Portals, einer Verzögerung in der Nachrichtenzustellung oder eines Ausfalls beteiligter Drittdienste nicht, nicht rechtzeitig oder nicht mehr zu den ursprünglich in Aussicht gestellten Konditionen zustande kommt.
(5) Ebenfalls vorbehaltlich Absatz 1 ist die Haftung für entgangene Vorteile aus nicht oder nicht rechtzeitig zustande gekommenen Verträgen mit Händlern oder Leasinggesellschaften ausgeschlossen, einschließlich der Differenz zu später abgeschlossenen Verträgen mit ungünstigeren Konditionen, sowie für entgangenen Gewinn und entgangene Einsparungen. Die Erstattungsregelungen der Geld-zurück-Garantie nach § 6 bleiben hiervon unberührt.
(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 12 Laufzeit des Nutzungsvertrags; Kündigung; Kontolöschung
(1) Der Vertrag über die (unentgeltliche) Nutzung des Portals mit Nutzerkonto läuft auf unbestimmte Zeit und kann vom Kunden jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden, etwa durch Mitteilung in Textform an die in § 1 genannte E-Mail-Adresse. Bereits geschlossene entgeltliche Einzelverträge (laufende Anfragen) bleiben von der Kündigung unberührt und werden nach diesen AGB abgewickelt.
(2) Auf Wunsch des Kunden wird das Nutzerkonto gelöscht. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere für Rechnungs- und Buchungsdaten) bleiben unberührt.
§ 13 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, einschließlich der anfragebezogenen anonymisierten E-Mail-Adressen und der KI-gestützten Verarbeitung von Nachrichten und Angeboten, enthält die Datenschutzerklärung.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis Düsseldorf.
(3) Verbraucherstreitbeilegung: Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des § 36 VSBG teilzunehmen.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.